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Estara liegt östlich von Somnia in der Welt Therox. Die Überfahrt von Somnia dauert ungefähr vier Wochen mit einem hochseetüchtigen Schiff. Im Norden reichen Ausläufer der Eiswüste bis fast an den Kontinent heran.

Im Osten Estaras liegt ein bisher unerfoschter Ozean der Blinde Weite genannt wird.

Geschichte

Entdeckung Estaras

Im Jahre 543 v.K. segelte Marius Honorus Tacitus, vertrieben aus den Gyrischen Reich auf Somnia, gen Osten. Er war der Sohn des damaligen Caesaren von Gyro: Honurus Augustus Tullius, welcher von seinen Beratern hintergangen und ermordet wurde. Nach dem Tod seines Vaters floh Marius mit seiner Familie in unbekannte Gewässer, da ihn die Spitzel des Reiches in ganz Somnia hätten aufspühren können.

Zur damaligen Zeit war kein Schiff für solch eine Überfahrt ausgelegt und die Navigation auf hoher See eine unsichere Sache. Sechs Wochen dauerte die Reise auf der Marius und seine Getreuen sich des unnachgiebigen Meeres erwehren mussten. Als die Vorräte schon lange aufgebraucht und frisches Trinkwasser nur noch eine Erinnerung war, erreichten sie die Küste Estaras. Der Fleck auf dem sie sich niederliesen, liegt heute im westlichen Teil von Windfall und ist durch den Tempel der Ankunft markiert, dessen Form der Triere von Marius Honorus Tacitus nachempfunden ist.

Erste Besiedlungswelle (ab ca. 542 v.K.)

Auch wenn Marius seinen Aufenthaltsort vorerst geheim halten wollte, so hatte sich die Richtung seiner Reise doch herumgesprochen. In den nächsten Monaten folgten ihm mehr und mehr Gyrier, unzufrieden mit der Regentschaft des neuen Caesaren. Natürlich fanden sie nicht sofort seinen Ankerpunkt und gründeten nach und nach eigene Siedlungen. Die bekanntesten von ihnen: Tarin, Tempestas (das heutige Sturmwacht) und Sinosus (das heutige Gyldne Stra). Es dauerte nicht lange bis Späher aus diesen Orten Marius' Siedlung fanden, welche damals noch Cadivius hieß.

Nach einigen Jahren sprach sich die Entdeckung der neuen Welt in allen Reichen Somnias herum und viele setzten Segel gen Osten - manche auf der Flucht, andere auf der Suche nach Land oder Reichtum und wieder andere aus Überdruss und Neugierde. Der neue Kontinent wurde Estara genannt: die östliche Welt.

Der Großteil der Einwanderer folgte den Routen der geflohenen Gyrier und fand sich in einem Land ohne Namen wieder. Marius wollte kein zweites Reich wie Gyro errichten, sondern gründete in Cadivius den Rat der Völker, in dem jede Rasse zwei Vertreter entsenden konnte um die Geschicke der neuen Republik zu lenken: Die Republik der freien Lande.

Die Freien Lande wuchsen rasch. Zum einen durch immer mehr Einwohner, zum anderen auch das Gebiet welches diese bewohnten. Im Jahre 535 v.K. trafen sie an den Füßen des Klauengebirges zum ersten Mal auf Zwerge. Auf Somnia gab es dieses Volk nicht und so war die Verwunderung groß. Doch Marius gelang es, ein freundschaftliches Verhältnis zwischen dem Reich Khazad Mor und der Republik aufzubauen, welches bis zum heutigen Tag überdauert. Allerdings bleiben die Zwerge gern für sich und lassen so gut wie niemanden in ihr unterirdisches Reich. Trotzallem blühte der Handel auf und es wurden Siedlungen vor den drei riesigen Steintoren nach Khazad Mor gegründet.

Zweite Besiedlungswelle (ab ca. 412 v.K.)

Während die Republik der freien Lande aufblühte, entwickelte sich auch die Schiffahrt weiter. Größere und robustere Schiffe wurden gebaut und es gab enorme Fortschritte in der Navigation. Dies kam besonders der Stadt Tarin zugute, welche, in ruhigen Gewässern gelegen, die erste Inselgruppe war welche man von Somnia aus erreichte.

Auf Somnia erlebte das Volk der Norsen auch einige wunderbare Jahre welche zu einem enormen Bevölkerungszuwachs führten. Jedoch ist Norreland kein schöner Flecken Erde und schon bald führte die gestiegene Bevölkerungszahl zu Nahrungs- und Platzknappheit. Einige kleinere Fürsten entschlossen sich im Laufe der zweiten Besiedlungswelle mit ihren Sippen nach Estara zu reisen.

Von einem nördlicheren Punkt kommend und von den Stürmen des Ozeans vom Kurs abgebracht, fanden sich die ersten Schiffe allerdings nicht in den Freien Landen wieder, sondern auf einer weiteren großen Landmasse. Der Jarl der Familie Tjienere setzte als erster einen Fuß auf dieses Land und gründete die Stadt und das Fürstentum Første. Ihm folgten viele anderen Norsen und gründeten ihre eigenen unabhängigen Fürstentümer. Das Gebiet wurde von Außenstehenden Reich der Norsen genannt, obwohl es kein geeintes Reich war und auch keinen Kunning besaß.

Der Großteil des damaligen Estaras war entdeckt und Tarin bildete den Bauchnabel dieses Kontinents. Die Stadt wurde zum Knotenpunkt für jedweden Handel der mit Somnia betrieben wurde und wuchs zur Größten Handelsmetropole von ganz Therox heran. Die Bürger schwammen in Geld und viele Häuser wurden aus teuer importierten Waren gebaut und mit Gold und Edelsteinen verziert. Der Leuchtturm von Tarin wurde der Gipfel der Dekadenz: ein über 30 Meter hoher, aufsteigender Greif, der seine Flügel Richtung Somnia ausbreitet und komplett mit einer dicken Schicht Gold überzogen wurde, welche ihn selbst im Mondlicht funkeln lies.

Nach dem Kataklysmus

Nachdem die Schlacht der Götter tiefe Narben in das Antlitz von Therox gerissen hatte, senkte sich der Meeresspiegel und gab Estara in der Form frei, wie man es heute kennt. Tarin wurde zu einem Schatten seiner selbst, da der Zugang zum Meer fehlte, und nur die Gerippe tausender Schiffe erinnern an seine damalige Größe.

Olaf Thoranger wurde zum ersten Kunning des Nordreiches indem er die Fürstentümer unter sich einte. Mache folgten freiwillig, andere wurde überzeugt. Eine tiefe Narbe im Herzen des Landes Erinnert noch heute an die Macht des Kataklysmus. Das Schwinden des Wassers legte im Nordwesten des Reiches ein Sumpfgebiet frei, in dem eine Turmspitze das Dasein einer unterirdischen Stadt preis gab. Die Dunkelelfen, welche jene Stadt bewohnten wurden von Olafs Sohn, Einar Thoranger vertrieben, die Stadt gesäubert und versiegelt. An ihrer Stelle befindet sich heute die Stadt Våt.

Die Drow hatten nach dem Kataklysmus bereits Späher ausgeschickt und eine Insel im Norden entdeckt auf der eine seltsame Dunkelheit herrschte. Dort gründeten sie eine neue Stadt mit dem Namen Na'Ithil - neue Heimat. Die Entdeckung des Baumes der Leere wurde von der Hohepriesterin als Zeichen gedeutet, das diese Insel ihre Zukunft bedeutet.

Durch den Angriff auf die Drow und den aufkommenden Rassismus im Nordreich abgestoßen, verlies eine Gruppe aus Gelehrten und Intellektuellen die Gebiete der Norsen auf Estara und gründete die Stadt Dunyo Yragi an den Füßen der Vulkane der Flammenden Lande. Dieses Gebiet war bisher durch seine Lebensfeindliche Umgebung für die anderen Völker uninteressant gewesen. Doch hier trafen die Druschinen, wie sich die Auswanderer nun nannten, auf die Tieflinge und in Dunyo Yragi entstand die Akademie der Elemente.

Die Republik der freien Lande hatte sich schon vor dem Kataklysmus langsam von der Idee Marius Honurs' entfernt und erhielt nun ihren letzten Stoß in die Gefilde der Heuchelei, Intrigen und Zänkereien. Die über die Jahre aus Somnia geflohenen Orks wurden in der Republik zwar geduldet, aber selbst in den freien Landen waren manche Völker freier als andere. Die Orks nutzten den Moment der Verwirrung und bemächtigten sich der neu entstandenen Ebenen im Herzen Estaras und fanden so endlich eine Heimat.

Das Reich der Elfen auf Somnia wurde vom Kataklysmus komplett vernichtet und in die Tiefe der Welt gezogen. Ihre Oberhäupter, einer Vision folgenden, führten sie nach Estara zu den Tausend Namen, einer neu entstandene Inselgruppe im Osten. Dort entdeckten sie den Baum der Zeit und ließen sich nieder.

Der Große Krieg

Grimmbart Thoranger, Enkel des Olaf und Sohn des Einar, sah seine Chance die Grenzen seines Reiches auf ganz Estara auszuweiten. Die Republik der freien Lande war zerstritten und durch die neue Landbrücke nach Süden war es ein Leichtes die Grenzen anzugreifen.

Jedoch hatte er nicht damit gerechnet, das die Zwerge und auch die neu angekommen Elfen der Republik zu Hilfe kommen würden. Zudem Verteidigten die Stämme der Orks ihre Heimat gegen jeden Eindringling und machten es somit nahezu unmöglich die Front zu versorgen.

Grimmbart fiel in einer großen Schlacht an den Wällen von Sturmwacht, sein Erstgeborener Harald wollte die Idee seines Vaters fortführen aber starb bald darauf unter ungeklärten Umständen in seinem Zelt im Heerlager. Der zweitgeborene Sohn Sighurd, von jeher das Gegenteil von Harald, Beendete das Morden und handelte einen Friedensvertrag mit den Südlichen Reichen und den Orks aus, welcher Estara seit 150 Jahren ein Zeitalter der Stabilität gewährt hat. Man hat gelehrt einander zu ertragen, doch sind einige mit dem derzeitigen Zustand nicht zufrieden.

Gebiete

Der Kontinent lässt sich auf Grund von Ländergrenzen und landschaftlichen Gegebenheiten in verschiedene Gebiete mit eigenen Eigenschaften unterteilen. Nachfolgend werden diese alphabetisch aufgelistet und kurz erläutert:

Angrenzende Gewässer

Blinde Weite

An die Ostküste von Estara schmiegt sich die Blinde Weite. Ein riesiger Ozean der bisher nur von wenigen furchtlosen Männern und Frauen befahren wurde. Keine dieser Mannschaften kehrte jedoch zurück.

Entweder stimmt also die allgemeine Ansicht, dass im Osten nur der Rand der Welt auf einen wartet, oder - entgegen aller Erwartungen - ein Ort der so wundervoll ist, dass keiner zurückkehren möchte.

Eismeer

Im hohen Norden gelegen, trennt das Eismeer die Kontinente Somnia und Estara. In seinen bitterkalten Wassern treiben riesige Schollen massiven Packeises. Eine dieser Schollen ist so gewaltig wie ein Kontinent und wird Eiswüste genannt. Diese Wüste aus Schnee und Eis ist die Heimat der Frosttitanen. Auch wenn viele der erfahrenen Seeleute die das Eismeer befahren behaupten, sie hätten die Eiswüste gesehen, so hat doch nie jemand einen Frosttitanen zu Gesicht bekommen.

Auf den kleineren Schollen oder in Gruppen aus stabilen flachen Hausbooten leben die Tusken. Ein Volk das in seiner Erscheinung an Walrosse erinnert. Mit einem massigen Körperbau; kurzem, grau weißem Fell und zwei großen Stoßzähnen im Mund. Eine für den Handel wichtige Siedlung ist Aiviq.

Neue Weite

Zwischen dem Eismeer im Norden und dem Sommermeer im Süden liegt die Neue Weite. Vor vielen Jahren hieß dieses Meer nur "die Weite" und umschloss mit ihren Wassern die Inselgruppe Estara. Nach dem Kataklysmus senkte sich der Meeresspiegel allerdings so stark, das neue Landmassen zum Vorschein kamen. Estara war nicht länger eine Gruppe von Inseln, sondern ein Kontinent und die Weite erstreckte sich nicht mehr so weit wie einst und wurde in Neue Weite umbenannt.

Die See in diesem Teil der Welt ist sehr rau, da es viele Stürme durch das Aufeinandertreffen von Kaltfronten aus dem Norden und warmen Strömungen aus dem Süden gibt. Diese Stürme haben schon gesamte Flotten verschwinden lassen. Die Seewege führen deshalb hauptsächlich an den Grenzen zum Eis- bzw. Sommermeer entlang.

Sommermeer

Den warmen Süden zwischen Somnia und Estara durchfließen die warmen Strömungen des Sommermeeres. Oftmals werden die Seefahrer hier unten von ihren Kollegen nur belächelt, da die Überquerung der ruhigen See eine Spazierfahrt im Vergleich zu anderen Routen ist. Allerdings birgt auch das Sommermeer Gefahren.

Durch das milde Wetter tummeln sich viele Piraten in diesen Breiten. Vom Anfänger der beim Entern seekrank wird bis hin zu erfahrenen Mannschaften die seit Jahren auf See sind. Der berühmteste Pirat ist der Goldbaron. Man sagt sich, er sei so gut in dem was er tut, dass es fast schon eine Freude wäre von ihm ausgeraubt zu werden. Manche berichten auch von Sirenen - göttlich schönen Wesen, welche die Seeleute mit ihrem wunderschönen Gesang in die Fluten locken, nur um sie im salzigen Wasser zu verspeisen.